3. Dezember 2020

Amerika – du hast es besser. Anmerkungen zu einer erfolgreichen US-Präsidentschaft

Egmond Prill, Foto: LICHTFANG KASSEL

von Egmond Prill

Seit fast vier Jahren amtiert Donald Trump als Präsident der USA. Unvergessen die langen Gesichter der US-Demokraten um Hillary Clinton, die in den meisten US-Medien schon vor der Wahl als Siegerin verkündet wurde. Noch längere Gesichter in Brüssel-Europa. Eindrücklich bis heute, wie in der Live-Sendung der Wahlnacht im Deutschen Fernsehen den „Experten“ Norbert Röttgen (CDU) und Nils Annen (SPD) die Gesichtszüge entgleisten als klar wurde: Der 45. Präsident der Vereinigten Staaten heißt Donald Trump.

Johann Wolfgang von Goethe notierte vor gut zweihundert Jahren „Amerika, du hast es besser als unser Kontinent, das alte. Hast keine verfallene Schlösser. Und keine Basalte.“ Es war der Blick auf das Land der Freiheit angesichts europäischer Kleingeisterei. Ein Seufzer im Blick auf die US-Verfassung, wo es in der Präambel heißt:

„Wir, das Volk der Vereinigten Staaten, von der Absicht geleitet, unseren Bund zu vervollkommnen, die Gerechtigkeit zu verwirklichen, die Ruhe im Innern zu sichern, für die Landesverteidigung zu sorgen, das allgemeine Wohl zu fördern und das Glück der Freiheit uns selbst und unseren Nachkommen zu bewahren, setzen und begründen diese Verfassung für die Vereinigten Staaten von Amerika.“

Was Goethe zum gegenwärtigen US-Präsidenten sagen würde, werden wir nie wissen. Was im heutigen Deutschland über Trump zu hören und zu lesen ist, geht einstimmig in eine Richtung: Amerika – du wirst von einem Schwein regiert. So sagte mir das kürzlich eine nette Dame nach dem Gottesdienst. Und wer will ihr diese Worte übel nehmen? Politik und Medien trompeten seit Jahren genau das, schüren Hass auf Trump und verbreiten Hetze gegen dessen Anhänger. Voran die öffentlich-rechtlichen Medien führen einen verbalen Vernichtungskrieg gegen Donald Trump und dessen Familie.

Sind die Trump-Wähler wirklich allesamt Dummköpfe und hat der Präsident gar nichts richtig gemacht?

Die Gutmenschen in Europa schäumten, als Trump mit großer Pose den Ausstieg aus dem Pariser „Klimaschutz-Abkommen“ verkündete. Milliarden für heiße Luft und vielfach gegen die Wirtschaft, vor allem gegen die US Wirtschaft, das wollte er nicht. Amtsvorgänger Obama hatte mit wolkigen Worten die „Klima-Rettung“ proklamiert, damit die Welt nicht verbrennt. Trump kündigte kurzerhand das Abkommen. Denn er sah, dass man vor allem US-Steuergelder verbrennt. Geld, das Arbeiter in Detroit und anderswo schwer verdienen. Geld, für das die Farmer im Mittleren Westen schwer ackern müssen. Überhaupt hatte der Multimillionär Trump in seinem Wahlkampf die Herzen der einfachen Menschen gewonnen und bei vielen bibeltreuen Christen gepunktet.

Bibel in der Hand

Über Jesus Christus hat Trump öffentlich wenig geredet, doch bei Ansprachen zum nationalen Gebetsfrühstück soll er überraschend klar vom Glauben gesprochen haben. Wie alle US-Präsidenten vorher hat er seinen Amtseid auf die Bibel geschworen. Jetzt Anfang Juni stand Trump bedeutungsvoll mit einer Bibel in der Hand vor einer Kirche in Washington. Ein Aufschrei ohne Gleichen in den deutschen Medien. Die Schlagzeilen überschlugen sich. Zumal die Polizei den Weg für den Präsidenten räumen und sichern musste. Dabei hatte sich Trump zielsicher im doppelten Sinne vor die Kirche gestellt. Vor die Kirche, die noch immer das Wertefundament der USA verkörpert und jene „St. John’s Kirche“, die kurz zuvor einen Brandanschlag der US-Antifa erlitten hatte.

„Demonstranten haben in Washington D.C. die ‚St. John’s Episcopal Church‘ am Lafayette Square angezündet. Die Kirche befindet sich 300 Meter entfernt vom Weißen Haus. Der Journalist Ian Miles Cheong meldet auf Twitter, dass die Antifa die Kirche angezündet habe. Steve Nelson von der New York Post postete ein Video, in dem zu sehen ist, wie Vermummte die US-Flagge vor der Kirche entfernen. Die Christian Post berichtet, dass die Demonstranten dabei ‚Verbrennt diese Scheiße!‘ skandiert haben. Das geht auch nachweislich aus einem Video hervor.“(deutsche-wirtschafts-nachrichten.de 2020-06-01).

Das war der Anlass für den Fototermin vor genau dieser Kirche, die als „Hauskirche“ des Weißen Hauses gilt. Pastor Robert Jefress aus Dallas, der am Tag von Trumps Amtseinführung den Gottesdienst in genau dieser Kirche leitete, hat diesen Auftritt ausdrücklich gelobt: „Präsident Trumps Verhalten war absolut korrekt. Indem er dort vor der Kirche stand, hat er nicht nur seine Solidarität mit dieser Kirchengemeinde bezeugt, sondern mit allen Gotteshäusern im Land. Und er hat seine Absicht deutlich gemacht, Kirchen beschützen zu wollen, vor denen, die versuchen diese zu zerstören.“ (br-online 2020-06-03).

Schutz des Lebens

Eine der ersten Amtshandlungen des 45. Präsidenten war dem Lebensschutz gewidmet. Trump strich Millionengelder für Abtreibungsorganisationen. Nicht länger sollte mit Staatszuschüssen der Massenmord der hilflosesten Mitmenschen finanziert werden. Sein Wahlkampfmotto „Amerika first – Amerika zuerst“ war zuerst ein Lebensrettungsprogramm für tausende Kinder. Vor diesem Hintergrund dankt aktuell die US-amerikanische Bischofskonferenz (USCCB) Trump ausdrücklich für sein Engagement zum Lebensschutz, dass er die weltweite Unterstützung von Abtreibung durch US-Gelder erfolgreich bremst. „Erzbischof Joseph F. Naumann aus Kansas City, Vorsitzender des USCCB-Ausschusses für Pro-Life-Aktivitäten der US-Konferenz der katholischen Bischöfe, stellte wörtlich fest: ‚Die Trump-Regierung verdient unser Lob dafür, dass die weltweite Finanzierung der US-Gesundheitshilfe tatsächlich die Gesundheit und die Menschenrechte fördert und sie nicht durch die Förderung der Abtreibung untergräbt. Unschuldige und wehrlose ungeborene Kinder durch Abtreibung zu töten, ist keine Gesundheitsversorgung. Abtreibung verletzt das grundlegendste Menschenrecht eines ungeborenen Kindes, das Recht auf Leben, und kann die Mutter auch emotional und körperlich verletzen. Die Amerikaner erkennen diese Ungerechtigkeit an und eine überwältigende Mehrheit von ihnen lehnt es ab, Organisationen, die sich mehr für die Förderung der Abtreibung als für die Bereitstellung von Gesundheitsdiensten einsetzen, Steuergelder zu geben.‘“ (kath.net – 2020-08-21)

Eintreten für Israel

US-Präsident Trump hat es am 6. Dezember 2017 in einer welthistorischen Rede ausgesprochen: Jerusalem ist die Hauptstadt des Staates Israel. Das ist nicht neu, denn Israel hat das bereits vor Jahrzehnten bestimmt und der Welt mitgeteilt. Die Nationen dieser Erde aber sagen bis zur Stunde Nein und führen ihre Botschaften fernab in Tel-Aviv. Die USA haben 1995 in einem Gesetz beschlossen, dass die US-Botschaft nach Jerusalem verlegt werden soll. Bislang haben das alle Präsidenten im Wahlkampf versprochen; doch nach der Wahl ihr Wort gebrochen und in einem Erlass halbjährlich die Durchführung des Beschlusses ausgesetzt. 2018 zum 70. Jahrestag der Staatsgründung Israels wurde die US-Botschaft in Jerusalem eröffnet. Wie so oft bei Trump: gesagt, getan.

Einem Paukenschlag gleich kam dieser Tag die Nachricht, dass die Vereinigten Arabischen Emirate und Israel diplomatische Beziehungen aufnehmen. Trumps Friedensplan für den Nahen Osten mit dem Zentrum Israel gewinnt weiter an Form und Format. Schwiegersohn Jared Kushner hat entscheidenden Strippen gezogen. Und schon weil Brüssel-Europa sofort „nein“ gesagt hat, muss es ein guter Plan sein. Anders als Brüssel-Europa stellen sich die USA unter Trump offen zu Israel. Deutschland stimmt fast immer mit dem islamischen Block.

Übrigens: 2019 wurde dem deutschen UN-Botschafter Christoph Heusgen ein besonderer Titel zuteil. Das Simon-Wiesenthal-Zentrum setzte den deutschen Diplomaten auf eine Rangliste der zehn schlimmsten antisemitischen Entgleisungen. Weil dort nur zu oft absurde Resolutionen gegen Israel verabschiedet werden, hat Trump Millionen für die UNESCO gestrichen und für die UN-Palästinenser-Hilfe UNWRA. Klar, konsequent und konkret.

Politik ohne Krieg

Trump hat bislang nirgendwo einen Krieg im Namen der USA angefangen. Er hat an vielen Kriegsschauplätzen Truppen abgezogen und amerikanische Leben gerettet, Afghanistan, Irak, Syrien. Einen begrenzten Angriff auf den Iran hat er in letzter Minute abgeblasen, als ihm die Zahl möglicher Opfer gesagt wurde. Viele Väter, Mütter und Bräute können ihrem Präsidenten danken, denn ihre Verwandten leben. Anders in den Jahren von Außenministerin Clinton und Friedensnobelpreisträger, die die Söhne und Töchter der Arbeiter und Farmer, der kleinen Angestellten und Geringverdiener in den Kampf schickten. Wofür eigentlich? Übrigens: Der „Hoffnungsträger“ Joe Biden war als damaliger Vize treu an der Seite von Kriegspräsident Obama.

Bleibt am Ende die Anmerkung: Donald Trump ist kein Heiliger. Manche Sprüche irritieren. Wenn von den Frauen-Geschichten nur die Hälfte stimmt, ist das genug. Das Wuhan-Virus hat auch in den USA Panik ausgelöst, vor allem unsichere politische Reaktionen, wie auch in Europa. Mit Masken, ohne Masken usw. Außer Schweden hatte kein Land eine ungebrochene Linie im Umgang mit Corona. Ausgerechnet die „Washington Post“, die sehr kritisch über Trump berichtet, notierte Ende vergangenen Jahres die „Zehn größten Erfolge Trumps 2019“. Angefangen vom Einsetzen konservativer Richter in Spitzenpositionen der US-Justiz über den Druck auf das Mullah-Regime Iran bis zur erfolgreichen Sozialpolitik mit boomender Wirtschaft und niedrigsten Arbeitslosenzahlen.

Bleibt am Ende die Hoffnung: Trump gewinnt die Wahl und kann eine zweite Amtszeit beginnen. Anders als hier im Lande gibt es höchstens zweimal vier Jahre. Franklin Graham, Sohn des bekannten Billy Graham, und viele Christen in den USA und weltweit hoffen und beten, dass Trump bleibt. Denn: Amerika, du hast es besser – mit diesem Präsidenten.

Und dies soll ihm Tag und Nacht vor Augen stehen:

„Betet für den Frieden Jerusalems! Wer dich liebt, dem soll es gut ergehen! Hinter deinen festen Mauern soll Frieden herrschen, und in deinen Palästen soll man sicher wohnen! Weil mir meine Verwandten und Freunde am Herzen liegen, wünsche ich dir, Jerusalem, Frieden und Glück. Weil in dir das Haus des HERRN, unseres Gottes, steht, setze ich mich für dein Wohlergehen ein.“ Aus Psalm 122

 

August 2020 ©Egmond Prill – Alle Rechte vorbehalten.
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