21. Oktober 2018

EKD-Familienpapier: Sächsische Landeskirche geht auf Distanz

Quelle: idea.de

Foto: alexander-krauss.com

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Dresden (idea) – Als erste Landeskirche hat sich jetzt die sächsische von der umstrittenen Orientierungshilfe der Leitung der EKD, dem Rat, abgesetzt und dazu „Hinweise“ veröffentlicht.

In dem Familienpapier rückt die EKD von der Ehe als alleiniger Norm ab und vertritt ein erweitertes Familienbild, das unter anderem auch gleichgeschlechtliche Lebensgemeinschaften mit Kindern einschließt.

Wie es in dem nun erschienenen Papier der sächsischen Landeskirche heißt, ist „den sachgemäßen Problembeschreibungen wie auch den daraus erwachsenden Herausforderungen und notwendigen Hilfestellungen vorbehaltlos zuzustimmen“. Auffällig bleibe aber „die Scheu, im Konzert aller relevanten Aspekte dem Leitbild der Ehe die bislang geltende Priorität weiterhin einzuräumen“. Auch die sehr knappe „theologische Orientierung“ relativiere die Vorrangstellung der institutionalisierten Ehe.

Die These der Orientierungshilfe, ein normatives Verständnis der Ehe als göttlicher Stiftung entspreche nicht der Breite des biblischen Zeugnisses, sei „kritisch“ zu bewerten, heiß es weiter. „Vor diesem Hintergrund hält die Ev.-Luth. Landeskirche Sachsens unter Anerkennung anderer Lebensformen am Leitbild der Ehe fest.“ [Weiterlesen]