Quelle: idea.de
Ständig werden weitere Ölbarrieren verlegt, um die Natur vor dem giftigen Öl zu schützen. Foto: BP/Rocky Kneten
Gleichzeitig laufen praktische Hilfen für die 47.000 Familien an, deren Lebensunterhalt gefährdet ist. An sie werden zum Beispiel Lebensmittelpakete ausgegeben. Oberste Priorität gelte jenen, die kein Einkommen haben, weil Fischerei, Tourismus und andere Dienstleistungen zum Erliegen gekommen sind, sagte der katholische Erzbischof von New Orleans, Gregory Aymond. Seit dem 29. April bieten Kirchengemeinden praktische Hilfe, Beratung und Seelsorge an. Die Mineralölgesellschaft BP, Betreiber der am 20. April explodierten Bohrinsel Deepwater Horizon, hat Wohltätigkeitsorganisationen in der Region eine Million US-Dollar (800.000 Euro) versprochen. Unterdessen setzt BP die Operation „Top Kill“ fort, mit der das lecke Bohrloch in 1.500 Meter Tiefe mit Schlamm abgedichtet werden soll. Ob die Aktion erfolgreich ist, steht noch nicht fest. Aus dem Bohrloch fließt nach jüngsten Erkenntnissen mindestens doppelt so viel Rohöl wie bislang angenommen. Insgesamt sind nach unterschiedlichen Schätzungen zwischen 64 Millionen und 148 Millionen Liter ausgetreten.