17. Dezember 2018

EKD-Ratsvorsitzender: Keine Angst vor Islamisierung Deutschlands

Quelle: idea.de

Nikolaus Schneider: Nicht alle Muslime in einen Topf werfen. Foto: Andre Zelck

Nikolaus Schneider: Nicht alle Muslime in einen Topf werfen. Foto: Andre Zelck

Düsseldorf (idea) – Deutschland droht keine Islamisierung. Das sagte der amtierende EKD-Ratsvorsitzende Nikolaus Schneider (Düsseldorf). Anlass für seine Äußerungen sind Demonstrationen der Bürgerbewegung „Pro NRW“ und der NPD im Ruhrgebiet.
 

Mit dem Slogan „Christenland in Christenhand“ demonstrieren sie vor Ruhrgebietsmoscheen gegen den zunehmenden Einfluss des Islam in Deutschland. Zwar halte er es für legitim, Europas christliche Identität zu bewahren, erklärte Schneider in einem Interview mit der Tageszeitung „Die Welt“. Gerade im Ruhrgebiet erlebten sich manche Alteingesessene als Fremde in der eigenen Heimat. „Diese Ängste sollten wir ernst nehmen“, so der EKD-Ratsvorsitzende. Und es gebe in der Tat erschütternde Gewaltexzesse unter Muslimen – vom Terror bis zum Ehrenmord. „Doch wir sollten uns hüten, alle Muslime in einen Topf zu werfen.“ Die überwältigende Mehrheit hiesiger Muslime wolle friedlich und gesetzestreu leben. „Den ewig gewalttätigen und unveränderlichen Islam, der manchmal beschworen wird, sehe ich nicht.“ Die Vertreibung von Muslimen wäre ein massiver Verstoß gegen die christliche Prägung Deutschlands und Europas. „Wir Christen glauben: Diese Welt ist Gottes Welt, und damit ist Europa auch Gottes Kontinent. Hier haben alle seine Kinder Platz. Und Muslime sind Gottes Kinder.“