So lautet die Überschrift einer kirchlichen Pressemeldung im World Wide Web. Sie bezieht sich auf die Stellungnahme des Präsidenten der US-amerikanischen United Church of Christ, John Thomas, der meint, dass die USA in den vergangenen Jahren die „moralische Orientierung“ verloren hätte. Seiner Ansicht nach bestehe Hoffnung, dass sich der „moralische Kompass“ der Vereinigten Staaten unter Obama „justieren“ lasse. Diese Vision brachte der US-Amerikaner gewissermaßen als Gastgeschenk den Kirchenvertretern der badischen Landeskirche mit. Kein Wunder! Die United Church of Christ (Vereinigte Kirche Christi, UCC) gilt als Obamas geistliche Heimat. Sie ist 1957 durch die Verschmelzung der Evangelical and Reformed Church (Evangelisch-reformierte Kirche) und der Congregational Christian Churches (Kongregationalistische christliche Kirchen) entstanden. Sie zählt in den USA zu den „Mainline Churches“, also zu den protestantischen Kirchen mit liberaler Theologie, die offen sind für neue Ideen und gesellschaftliche Veränderungen. Nach einer im Juni 2008 veröffentlichten Studie des „Pew Forum on Religion & Public Life“ zufolge stellen die Anhänger der „Mainline-Churches“ mit 18,1% der Bevölkerung der Vereinigten Staaten hinter den Evangelikalen (26,3%) und den Katholiken (23,9%) nunmehr die drittstärkste der in der Studie unterschiedenen religiösen Gruppen dar.
United Church of Christ