24. November 2020

Neue Staatssicherheit für Sachsen?

Thomas Schneider, Pressesprecher AG WELT e.V.

Ein Zwischenruf von Thomas Schneider

Ein heute geführtes Interview der Tagezeitung FREIE PRESSE mit Sachsens Innenminister Roland Wöller (CDU) lässt „gebrannte Kinder“ der DDR aufhorchen.

Angesichts der wachsenden Zahl von „Corona-Demonstrationen“ will Wöller den „Wirkverbund“ von Polizei und Verfassungsschutz mobiler machen, um – wie soll es anders sein – eine umfassende Durchleuchtung der Bürgerschaft in den Griff zu bekommen.

Wer solches liest, könnte glatt annehmen: die Mehrheit der im Land demonstrierenden Bürger seien Links- und Rechtsextremisten, Kriminelle und Psychopathen – Menschen, die nicht ganz normal im Kopf zu sein scheinen.

Bürger, die nicht in das Konzept der Staatsdoktrin passen, sollen abgeschreckt werden. Dafür braucht es natürlich flächendeckend agierende Spitzel-Truppen, die den Regierenden „Störenfriede“ vom Leibe halten und Aufklärung in Fragen Freiheit und wahrer Demokratie verhindern.

Es überrascht mich nicht, dass Wöller solche Töne anschlägt. Schließlich ist er kein Innenexperte, sondern ein staatshöriger Volkswirt. Wer im Umgang mit Ordnung und Sicherheit und dem Schutz des deutschen Volkes keine Ahnung hat, sollte sich einen anderen Job suchen.

Vor 31 Jahren wurde eine Diktatur in die Knie gezwungen. Eine neue Diktatur muss verhindert werden. Kein einziger Politiker, sondern das Volk ist Eigentümer des Grundgesetzes. Und das gilt es zu verteidigen. Dafür brauchen wir weder eine Staatspolizei noch neue Stasi-Spitzel!

Comments

  1. Ob das nur für Sachsen geplant ist, ist die Frage. Ich fürchte, dies wird bald flächendeckend eingeführt werden. Der Bürger wird überwacht, dazu dient Corona!

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