26. Mai 2019

Offener Brief zu einem Gemeindebrief in der Adventszeit

Offener Brief von Pfr. i.R. Eberhard Kleina

An die Katholische Kirchengemeinde Anna Katharina, Am Tüskenbach 18, 48653 Coesfeld, (Zu Händen von Herrn Dechant Johannes Hammans)

Betr.:  Gemeindebrief in der Adventszeit

Sehr geehrter Herr Hammans,

durch einen  Bekannten  erhielt ich den  o.g. Gemeindebrief. Mit Bezug auf die eben hinter uns liegende  Advents-und Weihnachtszeit heißt es darin: „Ein Stern geht auf, und die Weisen aus dem Morgenland folgen ihm. … Ein anderer Stern aus dem Morgenland geht bei uns auf.“   Daß  mit diesem  „anderen Stern aus dem Morgenland“ der Islam gemeint ist,  geht unzweideutig aus dem darauffolgenden Satz hervor. Weiter wird verwiesen auf den Islam-Professor Khorchide, der in der Gemeinde referiert  und Ansätze aufgezeigt hat für den Weg der Religionen zueinander. Der geplante Bau einer Moschee in Coesfeld  sei  eine „Bereicherung“.

Dies kann ich einfach nicht so stehen lassen, Ihre Gemeindemitglieder werden damit in eine große Verwirrung gestürzt. Lassen Sie es mich  so  emotionslos  wie möglich sagen:  Wer so etwas behauptet, kann den Islam unmöglich kennen.  Oder anders ausgedrückt:  Er möchte den Islam aus einer bestimmten Sicht heraus wahrnehmen.

Den Stern von Bethlehem mit dem bei uns  „neu aufgehenden Stern des Islam“ gleichzusetzen, ist für mich eine Gotteslästerung:

  • Denn erstens ist dieser islamische Stern, den  man  auf vielen Flaggen islamischer Staaten  findet,  das  Symbol der heidnischen altarabischen Göttin al-Uzza, die Mondsichel auf jeder Moschee  steht für die Mondmutter al-Lat.
  • Zweitens wurden im Namen dieses  „anderen  Sternes“  seit 1.400 Jahren ca. 270 Millionen „Ungläubige“  in nicht enden wollenden „heiligen Kriegen“ (Dschihad) umgebracht.1   Indien traf es mit ungefähr 80 Millionen Toten, aus den muslimischen Kriegszügen  gingen die heutigen Staaten Pakistan und Bangladesch hervor. Der Nahe Osten und Nordafrika, bis zum  Auftreten des Islam waren es  christliche Länder, wurden in Kriegen brutal islamisiert. Am schlimmsten wurde  Schwarzafrika verwüstet mit ca. 120 Millionen Toten, 13 lange Jahrhunderte war es Rekrutierungsregion für mindestens  17 Millionen  schwarzafrikanische  Sklaven, die nach Norden und Westen an die Küsten getrieben wurden, wo sie schändlicherweise von europäischen Sklavenhändlern nach Nordamerika gebracht wurden, aber auch in arabische Länder. 2  Zudem gab es  etwa 1 Million westeuropäische christliche Sklaven,  die an den Küsten der nördlichen Mittelmeeranrainer-Länder  erbeutet worden waren.  Das alles ist durch den islamischen Glauben legitimiert gewesen. Und:   Sklaverei gibt es  in arabischen Ländern daher bis heute, wenn auch offiziell abgeschafft.  Darüber hat Herr Khorchide wahrscheinlich nicht gesprochen.

Ich streite nicht ab, daß auch im Namen Jesu Christi Kriege geführt wurden und unzählige Menschen ihr Leben verloren. Der nicht zu überbrückende Unterschied ist allerdings der, daß Jesus nie zu Kampf, Gewalt und Krieg aufgerufen hat, wer in Jesu Namen Krieg geführt hat,  hat Jesus verraten.  Mohammed dagegen hat  60 Kriege im Namen seines Gottes geführt.

Mir ist sehr wohl bekannt, daß in unseren Kirchen Allah, der Gott des Islam, mit Gott in der Bibel häufig gleichgesetzt wird.  Das 2. Vatikanische Konzil  (1962-65) hat dies schon in den Glaubensdokumenten „Nostra aetate“ und „Lumen gentium“ getan, viele evangelische Bischöfe und Pfarrer haben dies dann übernommen. Doch das liegt völlig neben dem Wort Gottes, wie wir es in der Bibel finden, denn  der „Gott“ des Koran  greift frontal und vehement den christlichen Glauben an:  Er streitet  den drei-einigen Gott der Bibel ab (Koran, Sure 2,284; 4,171; 5,72; 19,35; 19,88-92), behauptet, Jesus Christus sei nicht Gottes Sohn (Sure 4,171; 23,91; 43,81; 72,3) und er sei nicht gekreuzigt worden (Sure 4,157).  Das aber sind unverzichtbare Kernbestandteile des christlichen Glaubens aller Konfessionen.

Allah bezeichnet alle, die an den einzigen Gott glauben, wie er sich in der Bibel offenbart, als „Kuffar“, („Ungläubige“ , eigentlich: Lebensunwerte), die sichere Kandidaten der Hölle seien (Sure 2,39; 98,6), die noch unter dem Vieh stehen (Sure 7,179; 8,55; 47,12), die taub, stumm und blind sind und keinen Verstand haben (Sure 2,171).  Einige der „Ungläubigen“ hat Allah in  Affen und Schweine verwandelt (Sure 2,65; 5,60; 7,166). Widersetzen sie sich Allah, sollen sie   gekreuzigt werden  oder an Händen und Füßen wechselseitig verstümmelt  und aus dem Land vertrieben werden (Sure 5,33). Dies ist nichts anderes als religiös festgeschriebene Diskriminierung und Verfolgung von Nicht Muslimen.

Wenn man dazu noch bedenkt, daß Allah sich selbst als der Listigste bezeichnet (Sure 3,54; 8,30) und alle seine Anhänger in die Hölle wirft, den einen oder anderen vielleicht wieder herausnimmt (Sure 19,68ff), dann weiß man aus der Sicht der Bibel, daß wir es mit dem Widersacher oder Feind Gottes zu tun haben. Dies bestätigt  die Bibel: „Wer ist ein Lügner, wenn nicht der, der leugnet, daß Jesus der Christus ist? Das ist der Antichrist, der den Vater und den Sohn leugnet.“ (1.Joh.-Brief 2,22)

Damit habe ich kein Werturteil über die Muslime als Menschen abgegeben, sondern über den Islam als Religion. Auch für die Muslime ist Jesus Christus gestorben und will auch sie erlösen. Auch sie sollen Gottes Wort hören.

Was nun fordert Allah von seinen Anhängern?  Er will Unterwerfung, bedingungslose Hingabe. „Islam“ heißt nicht „Frieden“, wie immer wieder fälschlicherweise behauptet wird, sondern Unterwerfung im Sinne von Kapitulation vor Allah. Frieden heißt „Salam“, klingt zwar so ähnlich, ist aber etwas anderes.  Den Willen Allahs entnehmen Muslime ihren  wichtigsten Glaubensdokumenten,  dem Koran, der als unerschaffenes und ewig gültiges Wort Allahs gilt, sowie den Hadithen,  den anerkannten Aussprüchen und Handlungen Mohammeds außerhalb des Koran, und  drittens der Biographie Mohammeds (Sira). Alles zusammen gilt als Sunna, als Überlieferung. Daraus leitet man das islamische Gottesrecht der Scharia ab, das nicht als Buch existiert.  Die Scharia steht über allen von Menschen gemachten Gesetzen. Mohammed gilt als „schönes Beispiel für jeden, der auf Allah ….hofft.“  (Koran, Sure 33,21) und als „Allahs Gesandter und das Siegel der Propheten“  (Sure 33,40).Er  ist absolutes Vorbild , dem nachzueifern jeder Muslim  angehalten ist. „Siegel“ bedeutet für Muslime, daß Mohammed der letzte und die Wahrheit im Vollsinn bringende Prophet ist.  Jesus Christus wird nur als Vorgänger angesehen, als Prophet zwar, der aber  noch nicht die volle Wahrheit hatte. Das ist für Christen nicht akzeptabel.

Aufgabe und Gebot für jeden einzelnen Moslem ist neben den sog. Fünf Säulen des Islam als sozusagen sechste Säule  der Dschihad.  „Dschihad“ bedeutet zunächst ganz allgemein die „Anstrengung für die Sache Allahs“, Ausbreitung seiner Herrschaft, kurz:  Islamisierung.  Da, wo Allah schon herrscht, ist das „Haus des Islam“ (dar al-islam), wo er noch nicht herrscht, wie bei uns, ist das „Haus des Krieges“ (dar al-harb).  Das „Haus des Islam“ muß auf die ganze Welt ausgedehnt werden: „Er ist’s, der seinen Gesandten (Anm.: Mohammed) mit der Leitung und der Religion der Wahrheit entsandt hat, um sie über jede andere Religion siegreich zu machen.“ (Sure 61,9) Weitere Welteroberungsverse : 2,193; 8,39; 48,28.

Der Dschihad hat viele verschiedene Facetten und Formen.  Durch  den Geburten-Dschihad  und den Einwanderungs-Dschihad  soll die Zahl der Muslime im „Haus des Krieges“ so erhöht werden, daß die „Ungläubigen“ in die Minderheit geraten.  Durch die Politik unserer Regierung sind wir auf dem besten Weg dorthin.  Dschihad ist auch die Errichtung einer Moschee,  wie sie  in Coesfeld geplant ist.  Eine Moschee ist ein wichtiger Stützpunkt im Land der „Ungläubigen“. Das dazugehörige  Grundstück gehört  bereits für immer zu Allahs Machtbereich.  Der Muezzin-Ruf vom Minarett   dehnt  Allahs Machtsphäre sogar noch  weiter aus, bis dahin, wo der Ruf noch hörbar ist, auch wenn den „Ungläubigen“ noch gar nicht bewußt ist, daß sie bereits unter Allahs Macht stehen. Ihre Hinwendung zum Islam  mag später erst erfolgen. Weitere Beispiele für den Dschihad:  Die Durchsetzung  von Halal-Speisen in Schulen, Kindergärten usw.,  die Einrichtung eines islamischen Friedhofs , der nie mehr aufgehoben werden darf,  die Reservierung  islamischer Badezeiten  und Badebekleidung in Schwimmbädern,  Einfügung von Elementen der Scharia in die Rechtsprechung  (z.B. Duldung von Mehrfach-Ehen und Kinder-Ehen, wie es bei uns schon geschieht) usw., kurz, eben alles, um den Einfluß des Islam im „Haus des Krieges“ , wo die „Ungläubigen“ (noch) das Sagen haben,  auszudehnen und den Einfluß der „Ungläubigen“  zurückzudrängen.

Und natürlich  fallen alle Gewaltakte im Namen Allahs (Allahu abkbar= Allah ist größer) auch unter den  Dschihad, so wie es Mohammed schließlich  vorgelebt hat.  Im Koran gibt es mehr als 20 Gewalt- und Kampfverse gegen uns „Ungläubige“: „Wenn ihr die Ungläubigen trefft, dann herunter mit dem Haupt, bis ihr ein Gemetzel unter ihnen angerichtet habt.“ (Sure 47,4) Dafür wird von Allah  Belohnung in Aussicht gestellt:  „Wer da kämpft in Allahs Weg, falle er oder siege er, wahrlich, dem geben Wir gewaltigen Lohn.“ (Sure 4,74). Die sog. islamischen „Märtyrer“, die sich für Allah in die Luft sprengen oder sonstwie in den Tod gehen, hoffen im Paradies auf  Paradiesjungfrauen (Sure 2,25). Nach einem Hadith sollen es 72 sein, es  sind Engelwesen, die für ewigen Sex zur Verfügung stehen und nach jedem Sexualverkehr wieder zur Jungfrau werden. Außerdem fließt im Paradies der Wein in Strömen:  „Siehe, für die Gottesfürchtigen ist ein seliger Ort, Gartengehege und Weinberge, Jungfrauen mit schwellenden Brüsten, Altersgenossinnen, und volle Becher.“ (Sure 78, 31ff). Allerdings legt sich Allah nie fest: „Er verzeiht, wem er will, und straft, wen er will.“ (Sure 2,284; 3,129). Die Muslime müssen daher so viele gute Werke wie eben möglich tun, in der Hoffnung, daß er ihnen – vielleicht – gnädig ist.

Da, wo der Islam allmählich die Macht erlangt, werden alle „Ungläubigen“ diskriminiert. Drei Beispiele will ich nennen:

  • Daß die innere Sicherheit seit der Einwanderungswelle bei uns sehr gelitten hat, dürften Sie wissen. Volksfeste mit Beton-Poller und Polizisten mit Maschinenpistole, die die Besucher schützen sollen, sind fast normal geworden. Für mich ist das aber nicht normal. Auch nicht die vielen Messer-Attacken und sonstigen Übergriffe.  Wenn am 29.12.2018 in Amberg in Bayern vier jugendliche Moslems durch die Stadt eine Gewaltschneise  mit  12 Verletzten gezogen haben,  die ihnen zufällig über den Weg liefen, mögen verschiedene Motive  eine Rolle gespielt haben:  Ehre, Männlichkeit beweisen, Herrschaftsanspruch auf der Straße demonstrieren o.ä..  Vielleicht haben sie gar nicht einmal an ihre Religion gedacht. Wer aber  wie diese Jugendlichen eine islamische Sozialisierung durchlaufen hat, kann sich durch seine Religion durchaus bestätigt fühlen:  Den „Ungläubigen“ soll schmerzliche Strafe zuteil  werden  (Sure 9,3)  „Wahrlich, in die Herzen der Ungläubigen werfe Ich Schrecken. So haut ein auf ihre Hälse und haut ihnen jeden Finger ab.“  (Sure 8,12) Dies war auch das Motto der Terroristen des 11.September 2001. Es sollte uns zu denken geben, daß sich  unter den zehn schlimmsten Christenverfolger-Staaten neun  islamische Länder befinden (Open Doors).
  • Sie werden sicher davon gehört haben, daß seit der Einwanderungswelle 2015 immer mehr Frauen sexuell belästigt, vergewaltigt und, wenn es schlimm kommt, umgebracht werden. Politik und Medien sprechen von Einzelfällen, die Täter seien psychisch belastet oder traumatisiert. Nun ist keineswegs jeder Moslem ein Vergewaltiger. Aber wer sowieso dahin tendiert, sieht sich durch seine Religion unterstützt: „Die Weiber sind euch ein Acker, geht zu eurem Acker, wann ihr wollt.“ (Sure 2,223) Schließlich haben Frauen generell nur den halben Wert eines Mannes (Sure 2,282; 4,11), wenn sie nicht gehorchen, darf der Mann sie schlagen (Sure 4,34).  Aus dieser Glaubenswelt kommend sagte der Mörder von Maria Ladenburger in Freiburg (+16.10.2016)  bei der polizeilichen Vernehmung denn auch: „Was soll das denn alles,  es war doch nur eine Frau!“ (Wikipedia)
  • Durch die zunehmende Islamisierung werden besonders auch die Juden Sie werden neben den „ungläubigen“ Christen am stärksten durch den Islam bedroht: „Die Stunde wird nicht kommen (Anm.: Gemeint ist das Weltgericht.), bis ihr gegen die Juden solange kämpft und bis der Stein, hinter dem sich der Jude versteckt hat, spricht: ‚Du Muslim, hier ist ein Jude, der sich hinter mir versteckt, so töte ihn.“ (Hadith nach Buhari V4,B52, Nr.177;  Hadith nach Muslim Nr. 5203) So steht es auch wörtlich  im Grundsatzprogramm der Hamas (Artikel 7). Weitere Juden diskriminierende und verfluchende Aussagen des Koran findet man in den Suren 2,88f; 2,159; 4,46f; 4,52; 5,13; 5,60; 5,64; 5,78; 9,30. Wegen seines Antisemitismus und wegen des Holocaust wird Hitler unter Muslimen heute sehr hoch geachtet, weltweit. Schon  in meiner aktiven Zeit als Berufsschulpfarrer gaben mir muslimische Schüler  zu verstehen:  Hitler habe die Juden ganz richtig behandelt, laut bezeichnete  man  in der Klasse alle Juden als Schweine, eine Schülerin war nach ihren eigenen Worten bereit, nach Israel zu gehen, sich in die Luft zu sprengen, um möglichst viele Juden mit in den Tod zu nehmen. Ich habe sehr vehement auf derartige Äußerungen reagiert.

Man könnte die Liste der Negativ-Folgen der Islamisierung noch fortsetzen. Eine Bereicherung, wie im Gemeindebrief steht, sehe ich weit und breit nicht. Nun ist es zu unserem Glück  so, daß nicht jeder einzelne Moslem  seinen Glauben  eins zu eins umsetzt.  Besonders säkularisierte Muslime halten sich nicht daran. Nur:  Sie schweigen. Nach blutigen Attacken distanzieren sie sich öffentlich nicht davon, wahrscheinlich aus Angst vor Repressionen.  Durch ihr Schweigen aber sind sie ohne Einfluß. Schlimmer noch:  Hassan, ein früherer Schüler aus Marokko, sagte,  er äße gern  Bratwürstchen , also das für ihn verbotene Schweinefleisch. Sie schmeckten ihm. Allerdings, betonte er vor der Klasse, wenn der Islam hier stärker würde,  dann äße er keine Bratwürstchen mehr, er würde sich anpassen. Bei  einem weiteren Erstarken des Islam könnten viele säkularisierte Muslime ähnlich handeln.

Der Hinweis im Gemeindebrief auf die Religionsfreiheit, um den Bau von Moscheen in Deutschland zu begründen,  wird zwar immer wieder vorgebracht, sticht aber leider nicht. Der Artikel 4 des Grundgesetzes garantiert nur, daß jeder seinen Glauben für sich leben darf.  Art. 4 GG  berechtigt nicht dazu, Andersgläubige zu diskreditieren. Leider „übersieht“ unser Staat die Haßprediger in den Moscheen.   Da der Islam eine Trennung von Religion und Politik/Staat nicht kennt, sondern eher eine Ideologie unter der Tarnkappe der Religion ist – er legt das individuelle Leben des einzelnen und das staatliche Leben bis in Einzelheiten fest –  kann auch von daher nicht der Rechtsanspruch auf Moscheen erhoben werden.  Zudem ist eine Moschee nicht nur ein Gebetsraum, sondern zugleich eine Art Wirtschaftszentrum mit verschiedenen  Geschäften, Lebensmittelladen,  Reiseagentur, Friseurladen, Bestattungsinstitut  usw.

Im Gemeindebrief heißt es, daß der Herr Khorchide eindrucksvoll  gezeigt habe, welche Ansätze in seiner Religion den Weg zueinander ermöglichten. Bedenken Sie dabei aber bitte folgendes: Einmal ist  Herr Khorchide  unter seinen Glaubensbrüdern  isoliert.  Zum anderen kann  allgemein ein Moslem  lügen, um seine Religion voranzubringen und sich selbst zu schützen ( Sure 52,42). Man bezeichnet  diese Taktik des Dschihad als Taqqiya, als Verschleierung, solange man noch zu wenig Macht hat. Ob er das bei Ihnen angewendet hat, vermag ich nicht zu sagen, ist aber eine weitverbreitete Methode. Mit großer Wahrscheinlichkeit wird er von der  Barmherzigkeit  gesprochen haben, wo sich Christen und Muslime,  Bibel und Koran  gut verständigen können. In der Tat wird im Koran Allah immer wieder als der Barmherzige bezeichnet, alle Suren  beginnen mit den Worten: „Im Namen Allahs, des Erbarmers, des Barmherzigen“, nur die Sure 9 nicht.  Barmherzigkeit hin, Barmherzigkeit her, wo aber hat Allah ein Werk der Barmherzigkeit getan?  Er hat nur geredet, aber nichts getan . Unser Gott hat nicht nur geredet, sondern tatsächlich auch ein Werk der Barmherzigkeit getan. Aus Barmherzigkeit hat er  seinen Sohn ans Kreuz gehen lassen, für uns. Allah reklamiert nur Barmherzigkeit, schickt aber seine Anhänger in die Hölle. Die Angst vor der Hölle begleitet jeden Moslem, das ist bei uns Christen anders.

Weitere  beliebte Hinweise,  für die Friedlichkeit des Islam, die Herr Khorchide auch gemacht haben könnte, sind Zitate aus  Sure 2,256 und Sure 5,32:  In Sure 2,56 heißt es „ Es sei kein Zwang im Glauben.“ Das hört sich tolerant an. Liest man aber  etwas weiter, steht gleich im nächsten Vers, daß „Ungläubige“ Gefährten des Feuers sind und ewig darin bleiben. Also ist es für uns „Ungläubige“ wohl doch besser, zum Islam zu konvertieren . Und in Sure 5,32  steht, wer einen Menschen ermordet habe, habe die ganze Menschheit ermordet. Man verschweigt aber, daß dies den Kindern Israel gesagt ist und eben nicht den Muslimen. Der Vers heißt vollständig: „Aus diesem Grunde haben Wir den Kindern Israel verordnet, daß, wer eine Seele ermordet, …….. soll sein wie einer, der die ganze Menschheit ermordet hat. Und wer einen am Leben erhält, soll sein, als hätte er die ganze Menschheit am Leben erhalten.“  Wer sich mit dem Koran und überhaupt mit der Sunna nicht befaßt hat, kann leicht hereingelegt werden.

Da nun Herr Khorchide in Ihrer Gemeinde gesprochen hat,  sollte die Gemeindeleitung um der Ausgewogenheit willen, seinen Kontra-Diskussions-Partner auch einladen, den Herrn Hamad Abdel- Samad.3  Allerdings müßte dann für Personenschutz gesorgt werden, denn er steht auf der Abschußliste seiner früheren islamischen Glaubensbrüder. Wegen seiner kritischen Bücher gilt er als vom Islam abgefallen, was nach Scharia-Recht mit dem Tod zu ahnden ist. Auch ein guter Bekannter von mir würde wohl als Referent kommen, er war Imam, ist jetzt Christ, wird zwar auch bedroht, aber das hält sich (noch) in Grenzen, natürlich ist er vorsichtig. Den Kontakt kann ich herstellen.  Eine weitere Referentin wäre die syrisch-orthodoxe Nonne  Hatune Dogan, Warburg, die in der Flüchtlingsarbeit im Nahen Osten tätig ist und auch Vorträge hält.

Mit freundlichen Grüßen

Eberhard Kleina

1 Bill Warner,  Scharia für Nicht-Muslime,  CSPI  International  2015, S. 45

2 Tidiane N’Diaye, Der verschleierte Völkermord,  Die Geschichte des muslimischen Sklavenhandels in Afrika, Rowohlt, 2010

3 Hamad Abdel-Samad/Mouhanad Khorchide,  Zur Freiheit gehört, den Koran zu kritisieren, Herder-Verlag, 2016

 

Speak Your Mind

*