17. Dezember 2018

Rettet die Hebammen

Quelle: jungefreiheit.de

Foto: Hartmut910/pixelio.de

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von Birgit Kelle

Der Berufsstand der freiberuflichen Hebammen steht gerade vor dem Aus, der Aufschrei deswegen bleibt hingegen aus. Es ist ein faktisches Berufsverbot, das sich anbahnt. Wie zahlreiche andere Berufsgruppen sind auch Hebammen gezwungen, eine Haftpflichtversicherung abzuschließen, sonst dürfen sie nicht arbeiten. Nachdem sich die zu zahlenden Beiträge in den vergangenen Jahren etwa verzehnfacht haben, hat nun die Nürnberger Versicherung, über die der Hebammenbund eine Gruppenversicherung anbietet, angekündigt, ab 2015 diese Leistung einzustellen. Ohne Versicherung aber keine Arbeitsmöglichkeit, also Berufsverbot.

In Zahlen ausgedrückt: Im Jahr 2000 kostete die Haftpflicht einer Hebamme 404 Euro jährlich, im Jahr 2014 sind es 5.091 Euro, ab 2015 gibt es gar keine Versicherung mehr. Betroffen sind Tausende, die es jetzt schon schwer haben, mit ihrer Tätigkeit über die Runden zu kommen. Viele haben schon aufgegeben. Ab 2015 müssen sie ihren Beruf einstellen, wenn die Politik sich nicht endlich bewegt. [Weiterlesen]