17. November 2018

Was Christen und Muslimen gemeinsam ist

Quelle: idea.de

Kirchen in Nordrhein-Westfalen grüßen zum Ramadan. Foto: PR

Kirchen in Nordrhein-Westfalen grüßen zum Ramadan. Foto: PR

Düsseldorf (idea) – Grüße zum islamischen Fastenmonat Ramadan haben die drei evangelischen Landeskirchen und die fünf katholischen Bistümer in Nordrhein-Westfalen an die dortigen 1,3 Millionen Muslime übermittelt.
 

In einem gemeinsamen Schreiben vom 18. August heißt es: „Der eine Gott, der Schöpfer und barmherzige Richter, ist für Muslime wie für Christen Grund des Glaubens und Ziel des Lebens.“ Genauso wie die Vorbereitungszeit auf Ostern den Christen dazu diene, den Glauben zu vertiefen, gelte gleiches auch für die Muslime im Ramadan. Während des Fastenmonats – in diesem Jahr vom 11. August bis 9. September – dürfen Muslime von Sonnenaufgang bis Sonnenuntergang unter anderem nicht essen, trinken und rauchen. Weiter heißt es: „Gemeinsam sind uns auch die konkreten Formen der Frömmigkeit, die für Sie den Ramadan prägen: das Fasten, das Beten und das Teilen mit den Notleidenden.“ Ein gemeinsames Ziel der Religionen sei die Bekämpfung der weltweiten Armut. Muslime und Christen trügen durch Spenden und organisierte Hilfe dazu bei, die Not zu lindern. Diese Zusammenarbeit solle ausgebaut werden. Zudem treten die Unterzeichner für Religionsfreiheit und Toleranz ein: „Es gehört nach der christlichen wie muslimischen Vorstellung zum Leben, dass jeder Mensch seiner religiösen Überzeugung treu folgt und deren Gebote in seinem Gewissen achtet.“ Es sei notwendig, „dass Muslime und Christen an allen Orten unserer Erde frei ihren Glauben bekennen, ihn im Alltag leben und sich in ihren Kirchen und Moscheen versammeln können“. Unterzeichner des Grußworts sind der rheinische Präses Nikolaus Schneider (Düsseldorf), der westfälische Präses Alfred Buß (Bielefeld), der lippische Landessuperintendent Martin Dutzmann (Detmold), die katholischen Erzbischöfe Hans-Josef Becker (Paderborn) und Joachim Kardinal Meisner (Köln) sowie die Bischöfe Heinrich Mussinghoff (Aachen), Felix Genn (Münster) und Franz-Josef Overbeck (Essen).