10. Dezember 2018

EKD: Gemeinsam mit Muslimen die Armut bekämpfen

Quelle: idea.de

Hannover (idea) – Christen und Muslime sollen bei der Bekämpfung von Armut und sozialer Ausgrenzung stärker zusammenarbeiten. Dafür hat sich der amtierende EKD-Ratsvorsitzende, Präses Nikolaus Schneider (Düsseldorf), in einem Grußwort zum islamischen Fastenmonat Ramadan ausgesprochen.
 

Wie das EKD-Kirchenamt in Hannover mitteilte, hat Schneider am 25. August ein Schreiben an die Moscheevereine übermittelt. Darin heißt es: „Sie wissen sicherlich, dass sich die Kirchen in Deutschland und ihre diakonischen Einrichtungen intensiv für eine Bekämpfung von Armut und sozialer Ausgrenzung einsetzen und das öffentliche Bewusstsein dafür schärfen wollen. Ich denke, dass es an der Zeit ist, dies mit Ihnen zusammen zu tun, da es eine gemeinsame Aufgabe von Muslimen und Christen ist, sich für die Menschen einzusetzen, die unsere Solidarität, Unterstützung und Hilfe brauchen.“ Armut und soziale Ungerechtigkeit in Deutschland beunruhige ihn persönlich besonders, so Schneider. Er dankt den Muslimen für Einladungen an nicht-muslimische Freunde und Nachbarn zum abendlichen Fastenbrechen im Ramadan: „Diese Geste der Offenheit und Verbundenheit ist ein Zeichen wachsenden Vertrauens, die ich mit großer Dankbarkeit und Freude wahrnehme.“ Während des Fastenmonats – in diesem Jahr vom 11. August bis 9. September – dürfen Muslime von Sonnenaufgang bis Sonnenuntergang unter anderem nicht essen, trinken und rauchen. In Deutschland leben rund vier Millionen Muslime.